12.23
“No gigs, No full length-albums, No bullshit…”, so lautet die Null Bock-Strategie, die diese vierköpfige Band aus Helsinki verfolgt. Die “No Bullshit”- Aussage ist mir noch reletaiv einleuchtend, aber aus welchem Grund sollte eine Band keine bzw nie Konzerte mehr spielen? Und nur ständig auf 7 Inches zu veröffentlichen hat natürlich zwar etwas kultiges an sich, aber eine für heutzutage schon ziemlich altmodische Ansicht. Immerhin hat man bei diesem Release schon von 7Inch auf EP umgeschwenkt, so dass sich eine größere “Masse” sich diesem Medium bedienen kann.
GIGLINGER präsentieren dabei auf “Distortion+” vier Stücke, die in eine Mischung aus einem aussergewöhnlich brutalen Psychopunk und fettigem Weltuntergangs-Schweinerock abdriften. Ich kann nicht ganz verstehen, ob es sich in den Texten um politische Aussagen handelt, aber die Gitarren kreischen so messerscharf und wie wahnsinnig, dass einem der Zahnbelag an die Decke springt. Und die Stimme des Sängers Anttilainen droht einem so unglaublich roh und furchterregend aus den Boxen, da möchte man diese Band einfach mal raten auf ihre Grundsätze zu scheissen und endlich live aufzutreten. Ein kleiner Geheimtipp. (taymas 4/5)


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